Das mobile Fernsehen stellt die nächste Etappe in der Evolution des Mobiltelefons dar. Technologien wie Fotografie, Musik, Video und Internet haben bereits ihren Weg in moderne Mobiltelefone gefunden, nun soll das mobile Fernsehen auch für die breite Masse eingeführt werden.
Grundvoraussetzung für die Einführung von Handy TV Angeboten ist die Suche nach einem geeigneten Übertragungsverfahren für die angestrebten Multimediadienste. Ein Blick ins Ausland zeigt, dass sich bereits das sogenannte DMB (Digital Multimedia Broadcasting) Übertragungsverfahren in Südkorea und China erfolgreich durchgesetzt und seine Praxistauglichkeit bewiesen hat. Das von der Robert Bosch GmbH und dem Heinrich-Hertz-Institut entwickelte Übertragungsverfahren baut auf DAB (Digital Audio Broadcasting) auf und liegt mit ca. 80% Netzabdeckung vor vergleichbaren Technologien.
Der Erfolgsgarant aus dem asiatischen Raum musste sich in Deutschland gegen den Konkurrenzstandard DVB-H geschlagen geben. Die EU hat ihre Mitgliedsstaaten verpflichtet, dem DVB-H Standard als europaweiten mobilTV Standard vorzuziehen. DVB-H (Digital Video Broadcasting – Handhelds) basiert auf der weit verbreiteten DVB-T Technologie und ist ein speziell für mobile Endgeräte entwickeltes Übertragungsverfahren für audiovisuelle Multimediainhalte. Mit DVB-H können bis zu 20 TV Programme übertragen werden und das auch noch problemlos bei Geschwindigkeiten von bis zu 220 km/h. Durch die Rückkanalfähigkeit können dem Kunden auch interaktive Dienste angeboten werden.
